Mit dem Filz Masters in Payerne, startet für viele Minigolfer/innen mittlerweile bereits zum 4. Mal die Hallensaison.
Die Filzanlage inmitten eines Kinderparadieses birgt für die Teilnehmenden jeweils eine breite Palette an Herausforderungen.
Angefangen bei der offensichtlichsten Herausforderung, nämlich der Unterlage. Es ist schliesslich Filz. Eine anspruchsvolle aber faire und spielbare Filzbahn.
Die nächste Herausforderung ist das Training. Bei jedem Training sausen Kleinkinder laut jauchzend über die Köpfe der Mingolfer/innen hinweg. Es wird gelacht, geschrien und von überall her geben Spielautomaten ihr Potpourri an Klängen wieder. Wer zum ersten Mal diese Erfahrung macht, wird in seiner ruhigen Minigolferseele definitiv etwas aus dem Konzept gebracht. Ich möchte die erwähnten Punkte aber nicht als Negativ hervorheben. Ganz im Gegenteil. Wer sich nicht nur der Herausforderung Filz stellt, sondern auch der ständigen Ablenkung, der wird Wertvolles für seine weitere Minigolfkarriere lernen.
Wir Minigolfer/innen, unabhängig der “Professionalität”, werden oder sind allgemein zu sensibel. Diese breite Palette an Ablenkungen in Payerne lehrt uns, uns auf das eigene Spiel zu fokussieren und dem ganzen drumherum nicht immer so viel Bedeutung oder gar die Schuld für Fehlschläge zuzuschieben.
Was ebenfalls ein positiver Aspekt des Turniers in Payerne ist, ist die Startzeit. 19:30 Uhr! Die aufkommende Müdigkeit im Verlauf des Abends wird zur Konzentrationsprobe. Aber auch hier lernt man, dass der Körper den Bewegungsablauf kennt. Manchmal führt er die Bewegungen gar besser aus, als wenn man im Kopf noch zu wach ist und dadurch zu viel denkt.
Nun noch ein paar Worte zu den Resultaten. Es wurde wieder gut gespielt. Am besten, wie schon häufig in Payerne, von den Gerlafingern. Andi Schneider gewinnt das Filz Masters mit starken 90 Schlägen vor Beat Wartenweiler. Beat, der eine herausragende Saison spielt, ist mit 2 Schlägen Rückstand auf Andi souverän Zweiter. Das Podest komplettiert der Neuenburger Maël Magnin, der mit 93 ebenfalls ein starkes Turnier spielt. Die Burgdorfer kommen dann auf den Rängen 4 und 5, da Lars wie auch Dani in der letzten Runde mit roten Runden viel an Boden verloren.
Auch ein gutes Turnier spielte Steffi Blendermann vom MC Olten. Nach verhaltenem Start dreht sie mächtig auf und spielt ihre Konkurrenz mit 94 Schlägen in Grund und Boden. Auf diesem Grund und Boden finden sich Vize-Europameisterin Claudia Anderegg (Platz 2) und Anita Büttiker (Platz 3) vom MC Burgdorf wieder.
Die Senioren hatten ebenfalls einen Dominator an der Spitze. Pierre Köstinger blieb als einziger der reiferen Herren unter 100 Schlägen (99). Dahinter wurde Andrea Grossi vom MC Olten Zweiter und Philippe Lhéritier Dritter.
Der MC Burgdorf dankt den 31 Teilnehmenden für ihr kommen und freut sich auf alle, die dem Filz-Marathon vom März 2026 in Payerne beiwohnen werden.
Gute Gründe für eine Teilnahme gibt es genug!
Link zu den Resultaten
Bericht verfasst von Jan Anderegg.
