Wir erinnern uns, als wäre es gestern gewesen, als jeweils Anfang November der 30-Stunden-Marathon vor der Türe stand. Nun fand aber tatsächlich doch schon zum 5. Mal das Nachfolgerturnier, der Grindel-Cup, in der Halle in Bassersdorf statt.
Mit 76 TeilnehmerInnen erfreute sich der Grindel-Cup einer konstant stattlichen Zahl an Teilnehmenden (es hat aber noch Platz).
Das Turnierformat mit seinen 4 Vorrunden und dem anschliessenden über alle Kategorien gemischten Cup-Tableau ist definitiv ein Mehrwert im Turnierkalender. Die Vorrunden konnte der Wahl-Finne Norbert Nolte mit 103 Schlägen für sich entscheiden. Dahinter folgten mit je 105 Schlägen die Burgdorfer Dani Moser und Lars Anderegg.
Dass man bereits mit 105 Schlägen auf dem Vorrunden-Podest landen würde, mit dem hätten im Voraus wohl die wenigsten gerechnet. Der Cut wiederum lag mit 114 im selben Bereich wie bei den vorangegangenen Austragungen. Das Feld war somit leistungstechnisch dicht beieinander, was viel Spannung für das anstehende Matchplay bot. Im Cuptableau waren vom MCB neben Lars und Dani auch noch Claudia und Jan Anderegg vertreten.
Im Matchplay war es dann wie so oft in diesem Format - ein grosser Teil der vorderen Ränge musste seine Sieg-Ambitionen bereits im 32.-Final begraben. Das komplette Vorrunden-Podest musste sich verfrüht zum Abendessen begeben.
Weniger ein Klassiker war jedoch, was sich zeitgleich ereignete. Die Fraktion Thai (bestehend aus dem Gros der MCB-ler, Raffi Wietlisbach sowie den Finnen), die die letzten 4 Sieger des Grindel-Cups hervorbrachte, drohte ihre Siegesserie reissen zu lassen. Wieso Fraktion Thai? Traditionell geht die genannte Entourage am Vorabend des Grindel-Cups (wie auch der IHM) zusammen thailändisch Essen. Im Achtelfinale drohte der Mythos, das Geheimnis um den Grindel-Cup zu gewinnen, jedoch in sich zusammenzufallen. Von der Thai-Fraktion war einzig und allein Jan Anderegg übrig geblieben.
Jan konnte dem Druck, der Aufrechterhaltung eines Heldenepos, nicht standhalten. Er verlor sang- und klanglos gegen Christopher Jäck vom 1. BGC Singen. Nachdem der Mythos beendet wurde, war das Feld offen für einen neuen Grindelcup-Sieger.
Diesen Sieg holte sich am Ende Wanja Diriwächter vom MC Mühlematt Dietikon, der sich gegen den Lokalmatador Padi Arlitt vom MC Grindel Kloten durchsetzte. Rang 3 ging an Omar Maggi vom MC Olten, der gegen Christopher Jäck gewinnen konnte.
Danke an den MC Grindel Kloten für die gute Organisation.
Link Vorrunde
Link Matchplay
Bericht verfasst von Jan Anderegg.
