Das weltweit grösste Adventuregolf Turnier fand dieses Jahr zum ersten Mal in Deutschland in Winterberg statt. Das ist so nahe wie noch nie an der Schweiz. Daher fanden auch so viele Spieler wie noch nie aus der Schweiz den Weg nach Winterberg. So konnten wir 2 vierer Teams an den Start schicken.
Damit wir auch konkurrenzfähig sind, war eine intensive Vorbereitung notwendig. Allen voran war Omar Maggi bereits einmal im Vorfeld in Winterberg, um erste Eindrücke zu sammeln und Videos zu erstellen. Omar war dann in der Turnierwoche bereits am Sonntag vor Ort. So konnte er bereits die ersten Eindrücke sammeln was die anderen Nationen für Linien und Bälle wählten. Am Sonntag reisten dann Daniel Moser und Lars Anderegg direkt vom Kaderlehrgang aus Hilzingen an. Roger und Claudia Anderegg nahmen einen Umweg nach Winterberg über Hilzingen in Kauf. Besten Dank. Auch am Sonntag reiste Marvin Hauri mit dem Zug an. Ingo Schoppe und Christa Zimmermann stiessen dann am Montagmittag zu uns dazu. Die folgenden Tage sahen dann wie folgt aus: 7:30 Frühstück, 8:15 abfahrt auf die Anlage. Der Rest des Tages möglichst viel Trainieren und möglichst eine kurze Mittagspause. Mit 120 Teilnehmer, welche grösstenteils alle am Trainieren waren, musste man gut planen, welche Bahne man trainieren möchte. Selten war eine Bahn, welche nicht sehr einfach ist, nicht besetzt. Besonders wenn man Runden spielte, musste man an Bahn 15 und Bahn 16 viel Zeit einplanen. Die Wetterbedingungen waren meist kühl, jedoch nur selten regnerisch. Das gute ist das man Adventure auch trainieren kann, wenn es leicht regnet. Es ist sogar wichtig diese zu trainieren, denn am Turnier wird auch bei leichtem Regen weitergespielt, so wussten wir bereits, dass die weissen Bahnen bei nassen Bedingungen viel langsamer sind, und dass man an der Bobbahn, fast kein Ass hinkriegt.
Anhand der Trainingsresultate haben sich Dani und Lars, welche am meisten Adventure Golf Erfahrung haben, entschieden zusammen mit Omar und Ingo eine Mannschaft zu bilden.
Am Freitag, als es losging, war dann tatsächlich ein permanenter leichter Nieselregen vorhanden. Teils wurde dieser sogar stärker, sodass unterbrochen werden musste. So wurde meist auch etwas höher als die gesetzten Erwartungen gespielt. An den Resultaten sah man auch, dass die nordischen Länder und die Engländer, welche auf Adventure spezialisiert sind, etwas besser mit der Situation umgehen konnten. So führte nach der ersten Runde Schweden 1 vor drei finnischen Mannschaften, jedoch dicht gefolgt von vielen anderen Mannschaften unteranderem auch von Schweiz 1. Aufgrund der Unterbrüche wurde bis 19:00 gespielt, und das Turnier um eine Runde gekürzt. Am Tag zwei waren die Bedingungen zum Glück viel besser. Anstelle des Regens war es Teils etwas windig. Dass wir Schweizer mit windigen Bedingungen umgehen können, haben wir bereits in diversen anderen internationalen Turnieren gezeigt. Und Wind war uns doch viel lieber als Regen. So konnte die Schweiz 1, zusammen mit Deutschland 1 die erste blaue Mannschaftsrunde spielen und uns von Rang neun in die Medaillenränge vorkämpfen. Der Zwischenstand war Schweden 1 vor Finnland 1, danach Deutschland 1, Schweiz 1, Finnland 3 und Österreich 1 alle dicht beieinander. Eine Runde später als bereits die letzte Runde gestartet war, gab es die Situation, dass die Schweiz 1, Deutschland 1 und Finnland 1 alle exakt punktgleich auf Rang 2 waren. Schweden 1 konnte sich etwas absetzen, dafür haben die anderen Teams etwas Boden verloren. So hiess es noch einmal Vollgas in die letzte Runde gehen. Mit einem nahezu perfekten Start von Ingo geling das glücklicherweise auch. So konnte Ingo in der wichtigen letzte Runde eine 27 nach Hause bringen. Auch Dani lief es nicht schlecht, jedoch konnte er erst auf der Paar 3 Bahn 16 seine Runde von einer Guten in eine sehr gute Runde verwandeln. Im Gelang an der 16 des erste Turnierass überhaupt. Nur wenige Spieler spielten diese Bahn so, dass theoretisch ein Ass möglich ist. So konnte Dani seine Runde auf 28 korrigieren. Nach dem Dani im Ziel war und Omar auch bereits sehr tief nach der Hälfte der Runde war und Lars Bahn 1 geasst hatte, wurden die Schweiz 1 sogar kurzzeitig vor Schweden 1 gelistet. Die Rangliste muss man jedoch mit Vorsicht geniessen, da die Schweden 5 Bahnen weniger gespielt hatten. Auf jeden Fall war klar, dass wir die Schweiz 1 um Rang 1 spielen. Da die beiden Schlusspieler von Schweden noch sehr gute 28, und 30 spielten und da ihr anfänglicher Vorsprung doch zu gross war, durften wir uns über Silber freuen. Mit der 27 Runde von Omar und der 33er Runde von Lars, durfte sich die Schweiz 1 auch als Gewinner der besten Mannschaftsrunde nennen. Völlig unscheinbar und etwas überraschend hatte sich diesen Portugal in der vorletzten Runde mit 118 geholt.
Am Sonntag standen dann noch die Einzel-Entscheidungen an. Bei den Seniorinnen war Claudia sehr gut platziert, sie teilten sich zusammen mit der ehemaligen Schweizerin Sandra Walker den ersten Platz. Mit einer etwas zähen Schlussrunde durfte sich Claudia schliesslich über die Bronzemedaille freuen. Dani und Omar, welche vor dieser Runde auf den Rängen 4 und 6 lagen, lieferten leider auch keine sehr gute Runde ab. So rangierten sie sich auf den Rängen 5 und 9. Lars und Ingo hätten in dieser Runde noch die Chance gehabt, sich ins Superfinale zu spielen. Leider gelang ihnen dies auch nicht. Im Superfinale gelang Omar und Dani leider auch kein Exploit, wie am Vortag. Der verdiente Overall Sieger ist der Tscheche Lukas Kucera. Nach dem Superfinale stand noch das Mixed Pair Final an. Auch hier gab es eine Premiere, zum ersten Mal qualifizierten sich ein Schweizer Team für den Final. Das Familienteam Claudia und Lars kämpfte um eine weitere Medaille. Mit nur zwei Runden sind die Mixed Pair Entscheidungen immer eine sehr enge Kiste. So trennten am Ende Rang 2-8 nur 3 Schläge. Darin auch Claudia und Lars auf dem 6ten Rang.
Das WAGM auf der Anlage von Robin und Monique in Winterberg wurde von ihnen zusammen mit dem DMV und dem WMF sehr gut und professionell organisiert. Uns fehlte von A bis Y nichts (die Zelte für die Spieler waren etwas zu eng bemessen). Wir freuen uns schon nächstes Jahr auf die nächste Adventure Golf Erfahrung an den ersten EAGC (European Adventure Golf Championship) in Polen in Czernia.
Link zu den Resultaten
Bericht verfasst von Daniel Moser.
